Bei Gym & Dance ist die Baumpflanzaktion inzwischen zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Sie dient dazu, die im vorangegangenen Jahr neu hinzugekommenen Mitglieder der Kinder- und Jugendabteilung willkommen zu heißen.
Im Jahr 2025 waren das immerhin 76 Neuanmeldungen. 25 dieser Kinder – die meisten im Kindergartenalter – folgten gemeinsam mit ihren Geschwistern und Eltern der Einladung des Jugendvorstandes. Zusammen mit Förster Maximilian Rapp pflanzten sie im Wald zwischen Großglattbach und Serres insgesamt 150 junge Setzlinge des Französischen Ahorns.
Zu Beginn erklärte Rapp die Ursachen für das brachliegende Waldstück: Die ursprünglich dort wachsenden Fichten waren dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Nun solle der Wald wieder aufgeforstet werden. Dabei betonte er, dass eine Mischkultur deutlich widerstandsfähiger sei als eine Monokultur. Aufgrund des Klimawandels fiel die Entscheidung auf den Französischen Ahorn. Dieser Baum bevorzugt sonnige bis halbschattige, trockene und kalkhaltige Standorte, ist hitzeverträglich, winterhart und gilt als sogenanntes Klimawandelgehölz, da er auch längere Trockenperioden gut übersteht. Für den Möbelbau ist sein Holz zwar weniger geeignet als das anderer Baumarten, jedoch sei der klassische Holzanbau in unserer Region aufgrund der klimatischen Entwicklungen ohnehin zunehmend schwierig.
Im Anschluss stellte Rapp den Kindern die Frage, warum man eigentlich kleine Pflanzen setzt. Die Antworten kamen prompt und logisch: Ein kleines Loch zu graben ist einfacher als ein großes, und kleine Pflanzen sind günstiger als große Bäume. Ergänzend erklärte Rapp, dass bei einer erwartbaren Ausfallquote von etwa 20 % eine Nachpflanzung bei kleinen Pflanzen ebenfalls einfacher sei. Er empfahl, die Setzlinge in Reihen mit einem Abstand von jeweils 1,50 Metern zu pflanzen. Zudem solle man darauf achten, das Pflanzloch von Laub und Geäst zu befreien, um möglichen Bakterien- oder Fäulnisbefall zu vermeiden. Abschließend wurden die jungen Pflanzen mit Wuchshüllen versehen und mithilfe von eingeschlagenen Stäben fixiert, um sie vor Rehfraß zu schützen.
Den Jugendvorständen Miriam Lindauer und Shari Endres ist die Zusammenarbeit von Eltern, Kindern und Verein besonders wichtig. Deshalb laden sie seit 2023 jährlich zu dieser Baumpflanzaktion ein, die speziell für neu eingetretene Kinder angeboten wird. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, gemeinsam mit dem Förster ein positives Naturerlebnis zu schaffen: Die Kinder sollen aktiv dazu beitragen, ein Stück Wald wiederzubeleben und dabei ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickeln.